Was ist daran Bio?
DE-ÖKO-006 Deutsche Landwirtschaft
Der wesentliche Unterschied zwischen biologischen und konventioneller Imkerei liegt in der Arbeitsweise des Imkers bei der Haltung und Behandlung der Bienenvölker. Die Bezeichnung Bio-Honig ist seit der Festlegung der ökologische Bienenhaltung durch die EG-Öko-VO im August 2000 ein geschützter Begriff. Ihr primären Ziele sind die Sicherstellung der Honigqualität und die Förderung nachhaltiger Bewirtschaftung. Dazu gehört auch in gewissem Maße der Schutz der Tiere. Weiter Informationen zu den Richtlinien dieser Verordnung finden Sie auf der Seite des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL).
Seit dem Jahr 2024 haben alle Produkte meiner Imkerei das Label für „nachhaltige Imkerei“.
Dieses höchst anspruchsvollste Label in der ökologischen Landwirtschaft umfasst alle Richtlinien der EG-Öko-VO und ergänzt diese besonders im Bezug auf die Haltung und Bewirtschaftung der Bienenvölker durch die Vorgabe einer ökologisch, nachhaltigen Bienenhaltung. Darüber hinaus habe ich mich dazu verschrieben, nur den Überhang an Honig zu entnehmen, der über die Menge für die Überwinterung notwendig ist. Näheres dazu finden Sie weiter unten der Seite.
Einige der wesentlichen Vorgaben zum Schutz der Bio-Qualität:
Wärmeisolierter Bienenstock aus Naturstoffen
Die Bienenwohnungen meiner Völker sind komplett wärmeisoliert und bestehen aus den Naturstoffen Holz, Wolle und Stroh. Der Anstrich erfolgt nur von außen unter Verwendung von Naturfarben und Pflanzenölen. In meiner Imkerei leben die Völker in der von mir entwickelten Hochwaben-Warmbeute „bienenfreude“. Die Bienenwohnung ist eine Hohlkörperkonstruktion aus Holz mit Holzfaserfüllung oder Naturwolle.
Bevorzugt biologisch bewirtschaftete Standorte
Bevorzugte Standorte der Bienenvölker sind biologisch und biologisch-dynamisch bewirtschaftete Flächen. Monokulturen, in denen Pflanzenschutzmittel ausgebracht werden vermeide ich. Ich lege großen Wert auf die Regionalität in der Herkunft meiner Produkte. Die Großzahl der Standorte meiner Bienenvölker nutze ich regelmäßig und kenne daher die Bewirtschaftung der umliegenden Flächen.
Schonende Parasiten- und Krankheitsbekämpfung auf Naturbasis
Als Heilmittel werden Stoffe eingesetzt, die auch natürliche Bestandteile des Honigs sind. Chemische Mittel gegen Parasiten und Krankheiten sind verboten. Gegen sämtliche Krankheiten und Paratisten, insbesondere die Varroamilbe, verzichte ich bewusst auf die Bekämpfungsstrategie mit biologichen und chemischen Mitteln und Medikamenten. Anstatt dessen lege ich größten Wert darauf, dass die Bienenvölker Selbstheilungskräfte entwickeln können. Dadurch werden die Abwehrkräfte mobilisiert und im Laufe von nur wenigen Jahre brauchen selektierte Völker nicht mehr behandelt werden.
Honig anstatt Zucker als Winterfutter
Nach der EG-Öko-VO darf statt Bio-Honig auch Zucker aus biologischer Landwirtschaft verfüttert werden. In den Demeter-Richtlinien wird zusätzlich gefordert, dass „ein wesentlicher Teil“ (nur mindestens 10%!) des Winterfutters aus Bio-Honig besteht.
Meine Erfahrungen der letzten Jahrzehnte zeigen, dass der Verzicht auf die maximale Honigerzeugung den Bienen gesundheitlich sehr zu Gute kommt. Auf den Hochwaben verbleibt stets ein breiter Honigkranz über dem Brutnest. Dieser schützt die Tiere weiterhin vor dem Eintrag zusätzlicher Schadstoffe durch die Fütterung.
Naturwabenbau und offener Wachskreislauf
Schonende Honigverarbeitung
Um Qualität und Geschmack des Honigs zu gewährleisten wird er vor dem Fest werden aus der Wabe geschleudert und abgefüllt. Eine erneute Erwärmung des Honigs wird nicht durchgeführt. Stattdessen wird die Zuckerkristallstruktur des Honig vor dem Abfüllen in einem Rührverfahren gelockert um die Cremigkeit zu garantieren. In der Konventionellen Imkerei ist die Erwärmung des Honigs und der Waben zum Auslassen und Umfüllen des Honigs gängige Praxis.

