Naturwabenbau im Brutraum
Vor nicht allzu langer Zeit, jedoch mit nachhaltiger Wirkung, hat vor rund 150 Jahren August Freiherr von Berlepsch das bewegliche Rähmchen und kurz darauf Johannes Mehring die Mittelwand erfunden. Dadurch wurde die Wabe zum entscheidenden Instrument bei der Lenkung und Steuerung der Volksentwicklung und damit zum Intrument des/der Imker/in um das Brutnest zu manipulieren.
Ferdiand Gerstung wies mit Nachdruck darauf hin:
„Der größte technische Fortschritt (das bewegliche Rähmchen) in der praktischen Bienenzucht des vorigen Jahrhunderts ist der ganzen Bienenzucht zum Fluche geworden.
Ja, aus den Augen des Biens betrachtet, dürfte die bewegliche Wabe als der aller gefährlichste Feind für unser Wohlbefinden erscheinen, da sie es gerade ist, die den kenntnislosen Imker verführt, fortwährend die inneren Gesetzmäßigkeiten und die Ordnung des Biens zu stören, auseinanderzureißen, was zusammengehört und halsbrecherische Kunststücke mit dem beweglicher Bau zu probieren.
Mit der Zellprägung der künstlichen Wabe kann die Anzahl der Drohnen, der so genannten „nutzlosen Fresser“ nach der Vorstellung des Imkers gesteuert werden. Weiterhin bekam die Methode Auftrieb durch den Rückgang der Nachfrage nach Bienenwachs, da zunehmend pflanzliche Öle und Fette zur Herstellung von Kerzen verwendet wurden. Innerhalb kurzer Zeit wurde der Naturwabenbau bis auf die Heideimkerei vollkommen verdrängt. Auch die Vorgabe der Arbeiterinnen-
Seit etwa Mitte der 90er Jahre kommen aus Frankreich, den USA und Schweden (Gotland) Berichte, dass Bienenvölker, die auf Waben mit natürlichen Zellbau leben, vitaler sind und ohne Varroabehandlung auskommen. (vgl. Seely u.a.)

