Was ist daran Bio?

DE-ÖKO-006 Deutsche Landwirtschaft

Meine Imkerei ist seit dem Jahr 2008 EU-Bio zertifiziert 
Der wesentliche Unterschied zwischen biologischen und konventioneller Imkerei liegt in der Arbeitsweise des Imkers bei der Haltung und Behandlung der Bienenvölker. Die Bezeichnung Bio-Honig ist seit der Festlegung der ökologische Bienenhaltung durch die EG-Öko-VO im August 2000 ein geschützter Begriff. Ihr primären Ziele sind die Sicherstellung der Honigqualität und die Förderung nachhaltiger Bewirtschaftung. Dazu gehört auch in gewissem Maße der Schutz der Tiere. Weiter Informationen zu den Richtlinien dieser Verordnung finden Sie auf der Seite des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL).

Seit dem Jahr 2024 haben alle Produkte meiner Imkerei das Label für „nachhaltige Imkerei“.
Dieses höchst  anspruchsvollste Label in der ökologischen Landwirtschaft. Es umfasst alle Richtlinien der EG-Öko-VO und ergänzt diese besonders im Bezug auf die Haltung und Bewirtschaftung der Bienenvölker durch die Vorgabe einer ökologisch, nachhaltigen Bienenhaltung. Darüber hinaus habe ich mich dazu verschrieben, nur den Überhang an Honig zu entnehmen, der über die Menge für die Überwinterung notwendig ist. Näheres dazu finden Sie auf der Seite

Einige der wesentlichen Vorgaben  zum Schutz der Bio-Qualität:

Wärmeisolierter Bienenstock aus Naturstoffen

Die Bienenwohnungen meiner Völker sind komplett wärmeisoliert und bestehen aus Naturstoffen, wie Holz, Lehm und Stroh. Der Anstrich erfolgt nur von Außen unter Verwendung von Naturfarben und Pflanzenölen. In meiner Imkerei leben die Völker in der von mir entwickelten Hochwaben-Magazinbeute „bienenfreude“. Die Bienenwohnung ist eine Hohlkörperkonstruktion aus Holz mit Holzfaserfüllung. 

Bevorzugt biologisch bewirtschaftete Standorte

Bevorzugte Standorte der Bienenvölker sind biologisch-dynamisch bewirtschaftete Flächen. Monokulturen, in denen Pflanzenschutzmittel ausgebracht werden vermeide ich. Ich lege großen Wert auf die Regionalität in der Herkunft meiner Produkte.   Die Großzahl der Standorte meiner Bienenvölker nutze ich regelmäßig und kenne daher die Bewirtschaftung der umliegenden Flächen. 

Schonende Parasiten- und Krankheitsbekämpfung auf Naturbasis

Als Heilmittel werden Stoffe eingesetzt, die auch natürliche Bestandteile des Honigs sind. Chemische Mittel gegen Parasiten und Krankheiten sind verboten. Gegen sämtliche Krankheiten und Paratisten, insbesondere die Varroamilbe, verzichte ich bewusste auf eine Heilbehandlung oder Bekämpfung. Anstatt dessen lege ich größten Wert darauf, dass die Bienenvölker Selbstheilungskräfte entwickeln können. Dadurch werden die Abwehrkräfte mobilisiert und im Laufe von nur wenigen Jahre brauchen selektierte Völker nicht mehr behandelt werden.

Honig anstatt Zucker als Winterfutter

Während nahzu in allen Imkereien die Bienen auf Winterfutter aus Rübenzucker überwintern, dürfen meine Bienen ihren eigenen Honig dazu verbrauchen!!
Nach der EG-Öko-VO darf statt Bio-Honig auch Zucker aus biologischer Landwirtschaft verfüttert werden. In den Demeter-Richtlinien wird zusätzlich gefordert, dass „eine wesentlicher Teil“ (mind. 10%) des Winterfutters aus Bio-Honig besteht. 
Nach meiner Erfahrung kommt der Verzicht auf die maximale Honigerzeugung den Bienen gesundheitlich sehr zu Gute. Zudem schützt er die Tiere vor dem Eintrag zusätzlicher Schadstoffe durch das Futter.

Naturwabenbau und offener Wachskreislauf

Die Zellen der Waben sind die Brutstätte des Volkes. In den zellen wachsen die Bienen heran und durchlaufen mehrere Häutungen. Die Reste davon bleiben nach dem Schlüpfen der Biene in den Zellen. Dadurch wird die Wabe immer dunkler. Imker gehen davon aus , dass diese Die Wiederverwendung von Altwachs im Wabenbau birgt das Risiko, dass sich Schadstoffe mit der Zeit im Bienenwachs anreichern können. Dies ist einer der Gründe, warum in meiner Imkerei die Waben des Brutraumes ausschließlich im Naturwabenbau entstehen. Im Honigraum setze ich teilweise noch vorgefertigte Mittelwände ein, die von den Bienen selbst ausgebaut werden. Das Wachs dieser Mittelwände stammt aus dem betriebseigenen Bienenwachs der Brutwaben. Waben aus dem Honigraum werden nicht erneut für neue Mittelwände verwendet.  Der offene Wachskreislauf schützt vor der Anreicherung von Schadstoffen im Bienenwachs. 

Schonende Honigverarbeitung

Um Qualität und Geschmack des Honigs zu gewährleisten wird er vor dem Fest werden aus der Wabe geschleudert und abgefüllt. Eine erneute Erwärmung des Honigs wird nicht durchgeführt. Stattdessen wird die Zuckerkristallstruktur des Honig vor dem Abfüllen in einem Rührverfahren gelockert um die Cremigkeit zu garantieren. In der Konventionellen Imkerei ist die Erwärmung des Honigs und der Waben zum Auslassen und Umfüllen des Honigs gängige Praxis.